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Maus-FAQ

Wenn man vor dem Kauf einer neuen Gaming Maus steht, versteht man meistens nur noch eins: Bahnhof! Die Hersteller werfen mit vielen Begriffen und noch mehr Abkürzungen um sich, die man als Einsteiger nur schwer verstehen kann: Was ist nun gut, was brauche ich, was ist nur Marketing?

1. Lasermaus oder optische Maus?

Eine optische Maus benutzt das Zusammenspiel einer LED mit einem optischen Maus-Sensor, um die Bewegung der Maus wahrnehmen zu können. Eine Lasermaus funktioniert ähnlich, nutzt jedoch einen Laser statt einer LED um das Tracking des Signals zu ermöglichen. Lasermäuse bieten zwar oft höhere DPI-Zahlen und eine Nutzung auf spiegelnden Untergründen, haben jedoch Schwächen im Tracking – kein Laser-Sensor ist fehlerfrei in punkto künstlicher Mausbeschleunigung.

2. Was bedeutet Mausbeschleunigung?

Die meisten heutigen Gaming-Mäuse haben via Hardware oder Software eine automatische Mausbeschleunigung integriert. Dies bedeutet, dass bei schnelleren Mausbewegungen auf dem Mauspad auch die Mausbewegung im Spiel eine zusätzliche Beschleunigung erhält. Dies soll bei gewollten, schnellen Bewegungen die Schnelligkeit noch einmal steigern. Für Gamer ist dies jedoch oftmals kontraproduktiv, da hierdurch das Maussignal künstlich verändert wird.

3. Was ist Mauskorrektur?

Viele Mäuse bieten eine inkludierte Mauskorrektur, die automatisch das Maussignal „begradigt“: Das bedeutet, dass die Maus erkennt, wenn der Nutzer eine gerade Linie ziehen möchte (zum Beispiel in Grafikprogrammen). In diesen Fällen hilft die Maus-Software nach und begradigt diese Linien im Maussignal. Für Gamer ist diese Option mit großen Nachteilen im Spiel verbunden, da die Maus dadurch stark in ihrer natürlichen Bewegung beeinflusst wird.

4. Maus-Griffe: Claw Grip, Finger Grip, Palm Grip

Jeder Gamer ist anders, auch in punkto Mausbenutzung: Mäuse können mit verschiedenen Griffhaltungen benutzt werden, je nachdem wie jeder User die für sich ergonomischste Haltung definiert hat. Die drei häufigsten Griff-Arten sind der Finger Grip (nur die Fingerspitzen berühren die Maus), der Palm Grip (die Hand liegt flach auf der Maus auf) und der Claw Grip (die Maus wird klauenartig gehalten). Je nach bevorzugter Griff-Art gibt es unterschiedliche Mausformen.

5. Kabelmaus oder schnurlose Maus?

Auch wenn schnurlose Mäuse auf den ersten Blick sehr praktisch wirken (endlich kein nerviges Kabel mehr, das das Movement stört), sollten Gamer immer auf Kabelmäuse zurückgreifen. Diese haben keine zusätzlichen, fehlerbehafteten Funkverbindungen, sind leichter und haben meist bessere Sensoren.

6. Was bedeutet DPI?

DPI bedeutet „Dots per Inch“ und bezeichnet in diesem Fall die Auflösung des Maus-Sensors. Hat eine Maus zum Beispiel 4.800 DPI, so kann sie maximal 4.800 Einzelpunkte pro Inch (= 2,54cm) wahrnehmen. Je höher dieser Wert ist, desto feiner (außer bei Interpolation) kann die Maus auflösen.

7. Wieviel DPI braucht meine Maus?

Auch wenn viele Gaming-Mäuse mit extremen DPI-Werten glänzen wollen (zum Beispiel die Razer Mamba mit 16.000 DPI), reicht in der Praxis für jeden Gamer eine weitaus niedrigere DPI-Zahl. Bei korrekten Sensitivity-Settings reichen 4.000 DPI, und meist sogar 2.000 DPI locker für jedes Spiel aus.

8. Was ist die Polling Rate?

Die Polling Rate beschreibt, wie viele Signale eine Maus pro Sekunde an den PC weitergeben kann (vergleichbar mit der Anzahl an Bildern, die eine Digitalkamera mit ihrem Sensor pro Sekunde aufnehmen kann). Je höher die Polling Rate, desto mehr Bilder werden pro Sekunde an den PC gesendet. Eine Polling Rate von 1.000 Hertz entspricht einem Signal jede Millisekunde, während 500 Hertz jede zweite Millisekunde ein Signal sendet. Gute Gaming-Mäuse sollten entweder 500 oder 1.000 Hertz aufweisen.